Lesenswertes zu Misophonie, Nervensystem und innerer Ruhe

Auf dieser Seite findest du ausgewählte Bücher und weiterführende Links zum Thema Misophonie, Reizüberflutung und Nervensystem.

Die Empfehlungen stammen nicht aus Werbelisten, sondern aus Rückmeldungen von Teilnehmern der Misophoniegruppe, aus persönlicher Begleitung und aus meiner eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Nicht jede Quelle passt zu jedem Menschen.
Diese Sammlung soll Orientierung bieten, nicht belehren oder schnelle Lösungen versprechen.
Sie richtet sich an Menschen, die Misophonie verstehen möchten – mit Respekt vor dem eigenen Tempo und inneren Erleben.

Empfohlene Bücher

Misophonie entschlüsselt – Ein ganzheitlicher Weg in die Freiheit

Buchcover „Misophonie entschlüsselt – Ein ganzheitlicher Weg in die Freiheit“ von Sara Barrick, empfohlen aus der Misophoniegruppe

Softcover, 327 Seiten, ISBN 978-3-910660-35-9, 28,-€

Sara Barrick

Dieses Buch wurde mir von Teilnehmern aus der Misophoniegruppe empfohlen, die sich darin in vielen Punkten wiedergefunden haben. Nicht, weil es schnelle Lösungen verspricht, sondern weil es Misophonie ernst nimmt – als tief verankerte Reaktion des Nervensystems und nicht als bloße Geräuschempfindlichkeit.

Sara Barrick beschreibt Misophonie nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Stress, innerer Anspannung, Lernerfahrungen und Schutzmechanismen. Besonders wertvoll ist dabei der Blick unter die Oberfläche: weg von reiner Symptombekämpfung, hin zu einem Verständnis dafür, warum das Nervensystem so reagiert, wie es reagiert.

Das Buch verbindet fachliches Wissen mit persönlicher Erfahrung und zeigt Wege auf, wie Menschen beginnen können, ihre Reaktionen besser einzuordnen und sich selbst nicht länger als „falsch“ zu erleben. Es richtet sich an Menschen, die bereit sind, Misophonie nicht nur zu ertragen oder zu kontrollieren, sondern zu verstehen.

Aus meiner Sicht ist dieses Buch besonders für diejenigen geeignet,
die merken, dass Kopfhörer, Rückzug und äußere Lösungen allein nicht ausreichen –
und die nach einem tieferen Zugang zu sich selbst und ihrem inneren Erleben suchen.

Die folgenden Artikel bieten unterschiedliche Perspektiven auf Misophonie – von Grundlagen über Forschung bis hin zu Einordnung und Umgang. Nicht alles muss gelesen werden. Manches darf einfach da sein.

Weiterführende Artikel

Misophonie – wenn bestimmte Geräusche starke Gefühle auslösen (Barmer)

Kurzbeschreibung / Essenz des Artikels

Der Beitrag der Barmer beschreibt Misophonie als eine ausgeprägte Geräuschüberempfindlichkeit, bei der bestimmte Alltagsgeräusche starke emotionale Reaktionen wie Wut, Stress oder Ekel auslösen können. Er macht deutlich, dass Misophonie bislang nicht eindeutig diagnostisch eingeordnet ist, aber für Betroffene eine erhebliche Belastung im Alltag darstellen kann. Auch der Zusammenhang zwischen Geräuschen, emotionaler Reaktion und Nervensystem wird angesprochen.

Einordnung & eigene Sichtweise

Meine Einschätzung dazu

Dieser Artikel ist aus meiner Sicht hilfreich, weil er Misophonie sachlich und respektvoll beschreibt, ohne sie zu verharmlosen oder zu dramatisieren. Er macht deutlich, dass es sich nicht um „Überempfindlichkeit“ im landläufigen Sinn handelt, sondern um eine reale Reaktion des Nervensystems.

Gleichzeitig bleibt der Beitrag – verständlicherweise – auf einer beschreibenden Ebene. Er erklärt, was Misophonie ist und wie sie sich äußern kann, geht aber nur begrenzt darauf ein, was innerlich bei Betroffenen geschieht, wenn Reiz, Erwartung und emotionale Bedeutung zusammenkommen.

Für mich ist dieser Artikel deshalb eine gute Grundlage zur Einordnung, besonders für Außenstehende oder Menschen, die sich dem Thema erstmals nähern. Die tiefere Auseinandersetzung beginnt jedoch dort, wo wir nicht nur über Geräusche sprechen, sondern über innere Anspannung, Schutzmechanismen und die Frage, wie wir mit unserem eigenen Erleben in Beziehung gehen.

Weitere Informationen findest du in diesem externen Artikel der Barmer:

Misophonie – Grundlagen & Einordnung (Wikipedia)

Kurzbeschreibung / Essenz des Artikels

Der Wikipedia-Artikel bietet einen sachlichen Überblick über den Begriff Misophonie, seine Entstehung, typische Symptome und den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Einordnung. Er macht deutlich, dass Misophonie bislang keine eigenständige Diagnose im ICD-10 oder DSM-5 ist, aber dennoch international erforscht wird und für Betroffene eine erhebliche Belastung darstellen kann.

Einordnung & eigene Sichtweise

Meine Einschätzung dazu

Wikipedia ist kein Ort für Tiefe, aber ein guter erster Orientierungsrahmen – besonders für Menschen, die Misophonie noch nicht kennen oder nach einer neutralen Erklärung suchen. Der Artikel hilft, Misophonie als reales Phänomen einzuordnen und von bloßer „Geräuschempfindlichkeit“ abzugrenzen.

Was hier naturgemäß fehlt, ist das innere Erleben: die Bedeutung von Erwartung, Beziehung, innerer Anspannung und Nervensystem. Genau dort beginnt für mich die eigentliche Auseinandersetzung. Wikipedia kann ein Einstieg sein – das Verstehen geschieht oft erst im persönlichen Erleben.

Der folgende Link führt zu einer externen Informationsseite (Wikipedia):

Wenn du merkst, dass dich manche Gedanken tiefer berühren,
findest du hier einen Raum für innere Arbeit und persönliche Begleitung:

Stille beginnt innen
https://www.misophonie-gruppe.de/neu-stille-beginnt-innen